Wir stellen uns als Superschurken dar. Dafür gibt es mehrere gute Gründe, sowie auch ein paar schlechte.
Was andere Politiker machen
Jeder normale Politiker optimiert sein Image. Die Frisur sitzt, die Antworten klingen vernünftig, die Fehler verschwinden aus der Pressemitteilung. Das ist rational — für den Politiker.
Für den Bürger ist es das nicht. Du bekommst ein gutes Gefühl, aber keine gute Regierung. Und das Gefühl hält bis zur nächsten Schlagzeile.
Warum wir uns absichtlich als die Bösen darstellen
Auf Identitätspolitik zurückzufallen geht nicht, wenn deine Identität "Superschurke" ist. Niemand wählt uns wegen unseres Images. Wir müssen inhaltlich liefern, denn das ist unsere einzige Option.
Gerade weil wir Superschurken sind, müssen wir die beste Analyse liefern. Sonst sind wir nur Clowns.
Odysseus ließ sich an den Mast binden, damit er den Sirenen widerstehen konnte. Nicht weil er stärker war, sondern weil er sich die Option genommen hat, schwach zu werden. Wir nennen uns Liga des Bösen, damit wir nicht in Identitätspolitik flüchten können.
(Wer's genau wissen will: Thomas Schelling hat für dieses Konzept den Nobelpreis bekommen. Es heißt "Commitment Device" — man bindet sich im Voraus an eine Strategie, um zukünftige Versuchungen zu verhindern.)
Wir schaffen Anreize für andere Politiker
Sie müssen sich mit unseren Argumenten befassen, denn auf rhetorischer Ebene zu punkten ist keine Option.
Wer versucht, uns mit Rhetorik zu besiegen, der argumentiert mit einem Typen der in einem Umhang auf der Bühne steht. Das kann man nicht gewinnen.
Wenn sie vernünftig argumentieren, tun wir das auch. Wenn sie anfangen Rhetorik zu verwenden, schmeißen wir das Spielbrett um.
Niemand möchte zusammen mit einem Superschurken auf dem Podium stehen und der emotionalere der beiden sein.
Es ist Marketing. Und es macht Spaß.
Am liebsten wäre es uns, wenn die Qualität der Argumente allein reichen würde. Aber in der Politik tut sie das leider nicht, und marketing ist ein notwendiges Übel.
Andere Politiker erzählen Halbwahrheiten, um gut anzukommen. Wir machen stattdessen eine klare Trennung zwischen Ästhetik und Methodik: Unser Image als Superschurken ist marketing, und hat nichts mit der Qualität unserer Argumente zu tun.
Die Ästhetik ist bewusst von der Methodik getrennt. Es liegt an uns zu beweisen, dass hier mehr dahinter steckt als ein Witz.
Und da Ehrlichkeit ein wichtiger Grundpfeiler dieser Partei, geben wir auch einen weiteren Grund zu: Es macht Spaß. SCHMELZ wollte schon immer offiziell anerkannter Superschurke sein. Da lag es nahe, in die Politik zu gehen.
"Ok, aber wie kommt die KI ins Spiel?"
Man kann keine 20 Menschen in ein Zimmer sperren und sie fünf Tage lang eine Frage aus allen Perspektiven durcharbeiten lassen. Man bekommt einen Anruf vom Ethikausschuss.
Mit KI geht das.
Ja, Sprachmodelle sind Schmeichler — sie neigen dazu, dem Nutzer zu sagen, was er hören will. Aber Menschen sind das auch, nur besser darin es zu verstecken. Und im Gegensatz zu Menschen kann man eine KI explizit anweisen, die eigene Analyse auseinanderzunehmen. Man kann sie zwingen, das stärkste Gegenargument zu formulieren. Man kann den gesamten Denkprozess veröffentlichen.
Das lässt die Probleme nicht verschwinden — aber sichtbar. Und das ist mehr als die meisten politischen Prozesse leisten.
→ Wie das in der Praxis aussieht, zeigen wir hier.
Die Tragische Hintergrundgeschichte von SCHMELZ
Hinter der Liga des Bösen steht Florian Dietz — KI-Forscher, der seit Jahren davor warnt, dass selbst sichere KI gefährlich wird, wenn die Politik nicht damit umgehen kann.
Irgendwann hat er aufgehört zu warnen und angefangen, selbst Politik zu machen. Als Superschurke, weil das ehrlicher ist als die Alternative.
"Sie wollten mir nicht zuhören als ich sie gewarnt habe! Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig als die Macht an mich zu reißen um sie zu retten! *kraka-thoom*"
— SCHMELZ
Werde ein Superschurke!
Wolltest du schon immer mal Superschurke werden und nebenbei Heerscharen von KI-Schergen auf echte Probleme loslassen? Dann tritt der Liga des Bösen bei.
Was unterscheidet euch von Die PARTEI oder den Piraten?
Die PARTEI
Die PARTEI macht sich lustig über Politik. Wir ersetzen Politik mit Methodik.
Beide sehen von außen ähnlich aus. Aber: Die PARTEI hat absurde Positionen. Wir haben einen Prozess. Die PARTEI will unterhalten. Wir wollen analysieren — und dabei unterhaltsam sein.
Die Piratenpartei
Die Piraten sind am Transparenz-Paradoxon gescheitert: Alle internen Konflikte wurden öffentlich — das wurde zum Medienspektakel. Wir veröffentlichen die Analyse, nicht das Drama.